AOK Bayern: Schneller und flexibler Zugriff auf tagesaktuelle Daten

München, 18. Februar 2010 —- Die AOK Bayern hat den ersten Schritt in Richtung einer serviceorientierten Architektur (SOA) vollzogen: Die größte Krankenkasse im Freistaat nutzt jetzt die SAP-Schnittstelle ihrer Fachanwendung „Fehlverhalten im Gesundheitswesen“ auf Basis der Enterprise Case Management-Lösung Consol*CM. Die Anbindung an SAP war notwendig geworden, da alte Kunden-Datenbanken seit dem 17. Oktober 2009 nicht mehr gepflegt werden und stattdessen SAP als zentraler Verzeichnisdienst verwendet wird. Die neue Schnittstelle versorgt Consol*CM mit tagesaktuellen Daten der Versicherten und Leistungserbringer und ermöglicht es so, bisher manuelle Bearbeitungsschritte zu automatisieren. Consol ist Spezialist für Entwicklung, Integration und Betrieb komplexer IT-Systeme und setzt dabei auf Middleware-Produkte wie Tibco, Open ESB und Mule. Die AOK Bayern wird schon seit mehreren Jahren von Consol betreut.

SAP-Schnittstelle für Consol*CM
Consol unterstützte die AOK Bayern bei der Umsetzung der strategischen Entscheidung, SAP als zentralen Verzeichnisdienst einzusetzen. Um SAP an Consol*CM anzubinden, wurde als Integrationsschicht der Enterprise Service Bus (ESB) Mule verwendet. Mit Mule hat Consol in bisherigen Projekten sehr gute Erfahrungen gemacht.

Der ESB übernimmt die Aufgabe, die historischen Krankenversicherungs-, Rentenversicherungs- und Leistungserbringungsdaten aufzulösen, die Ergebnisse mehrerer SAP-Schnittstellen-Abfragen mit Adress-, Versicherungszeitraum- und Vertragsdaten sowie Ordnungsbegriffen zusammenzubringen und diese in ein einheitliches Format zu überführen.

Die Entkopplung der Systeme durch ESB als Integrationsmiddleware, der Einsatz von offenen Kommunikationsprotokollen (WebServices, JDBC, SMTP) und die Verlagerung der Integrationslogik in ESB folgten den Prinzipien der serviceorientierten Architektur (SOA). Mithilfe dieser zukunftssicheren Lösung können neue Anforderungen künftig schnell umgesetzt, die Kundendatenabfragen um weitere Datenquellen erweitert oder ältere Systeme ausgetauscht werden, ohne die betreffenden Business-Anwendungen modifizieren zu müssen.

Die Mitarbeiter, die mit Consol*CM arbeiten, profitieren ebenfalls von der neuen Schnittstelle. Die neuen ergonomisch gestalteten Masken enthalten sämtliche für das Tagesgeschäft relevanten Informationen über die Versicherten und Leistungserbringer. Damit entfällt das mühselige Zusammenstellen der Daten aus mehreren Systemen.

Ein weiteres Plus: Die Mitarbeiter arbeiten nur mit einem einzigen System – das spart Schulungs- und Lizenzkosten.

Neuer Prozess: Methadon-Management
Aufgrund des durchschlagenden Erfolgs der Consol-Lösung im Bereich Betrugserkennung wird bei der AOK Bayern jetzt auch der Prozess „Methadon-Management“ in Consol*CM integriert. Die Betäubungsmittelverschreibungs-Verordnung (BtMVV) verpflichtet Ärzte, die Verschreibung von Methadon der Krankenkasse zu melden. Bisher erfolgte die Erfassung und Überprüfung der Meldungen mithilfe von sieben regional aufgeteilten Access-Datenbanken. Viele Bearbeitungsschritte mussten von den AOK-Mitarbeitern manuell durchgeführt werden, beispielsweise die Überprüfung, ob der Patient versichert ist, ob er sich parallel von mehreren Ärzten Methadon verschreiben lässt oder ob der Arzt berechtigt ist, Methadon zu verschreiben. Dies geht jetzt einfacher: Durch den in Consol*CM integrierten Workflow findet eine automatisierte Überprüfung statt. Dies vereinfacht und beschleunigt den Prozess und sorgt gleichzeitig dafür, dass künftig keine Irrtümer möglich sind. Dabei greift das Methadon-Fallmanagement in Consol*CM auf tagesaktuelle Versichertendaten zu, die durch die neue Schnittstelle bereitgestellt werden.

„Consol*CM hat der AOK geholfen, den ersten Schritt in Richtung SOA zu gehen. Darüber hinaus war das Projekt für unsere strategische Ausrichtung im Bereich IT sehr wichtig. Künftig kann die AOK flexibel auf Änderungen reagieren und Kosten in der Softwareentwicklung langfristig senken. Da wir im Behandlungsfehler- und IT-Service-Management seit vielen Jahren erfolgreich mit Consol zusammenarbeiten, haben wir uns erneut für den Einsatz von Consol entschieden“, erläutert Peter Schmitt, Geschäftsbereichsleiter Kundenmanagement bei Kubus IT, dem IT-Dienstleister der AOK Bayern.

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Über Consol Software GmbH
Die Consol Software GmbH ist ein etablierter Münchener Full-Service-IT-Anbieter für Mittelstandkunden und große Konzerne. Zum Portfolio des 1984 gegründeten Unternehmens gehören die Entwicklung, Beratung, Integration sowie der Betrieb komplexer IT-Systeme und Architekturen. Darüber hinaus zählt der Vertrieb der eigenen Software Consol*CM für Customer Service Management, Helpdesk und Lead-Management zu den Geschäftsfeldern von Consol. Als neutrales IT-Beratungshaus bietet Consol seinen Kunden die optimale Lösung – von Service-orientierten Architekturen über klassische Enterprise Application Integration bis hin zu Virtualisierung. Zu den Kunden gehören Großunternehmen wie BMW, Daimler, HypoVereinsbank, Kyocera, Neckermann, Schufa, Siemens und Sun Microsystems genauso wie Mittelständler, beispielsweise Haribo, Käserei Champignon oder WashTec sowie öffentliche Institutionen wie z.B. die Bundesagentur für Finanzen und die Stadtverwaltungen München und Potsdam. Heute beschäftigt Consol rund 180 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008/2009  mit einer Niederlassung in Ratingen sowie Töchtern in den USA und in Polen einen Umsatz von 18,7 Millionen Euro. Zahlreiche Preise dokumentieren Qualität, Kompetenz, Innovationskraft und Mitarbeiterfreundlichkeit des Unternehmens: zum Beispiel der Ende 2007 gewonnene “Große Preis des Mittelstandes”, der viermalige Sieg im renommierten Wettbewerb “Deutschlands Beste Arbeitgeber” (2006 bis 2009 in Folge) oder der Frauenförderpreis des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen (2008). Auf europäischer Ebene wurde Consol 2007 zum “Best Workplaces in Europe” gewählt (Platz 1) und rangierte auch in den Folgejahren unter den TOP 3.

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Kubus IT stellt den IT-Betrieb für 17.500 AOK-Anwender in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Bayern sicher. Das Leistungsspektrum reicht vom kompletten Betrieb der technischen Systeme über Anwendungsbetreuung und Support bis hin zu Beratung und Entwicklung. 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind an mehreren Standorten in den drei Bundesländern beschäftigt und arbeiten geografisch übergreifend zusammen.
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